Mascha Kaléko - Die Zeit steht still
Mascha Kaléko – Die Zeit steht still
1. Das berühmte Gefühl
2. Sozusagen grundlos vergnügt
3. Das Ende vom Lied
4. Memento
5. Großstadtliebe
6. Damen unter sich
7. Weil du nicht da bist
8. Wo sich berühren Raum und Zeit…
9. Lenz (Ein nachdenkliches Gedicht)
10. Kleine Auseinandersetzung
11. Zeit für Krähen
12. Aufbruch
13. Auf einer Bank
14. Ältere Dame ohne Anhang
15. Die Zeit steht still

Texte: M. Kaléko
Komposition, Klavier und Gesang: Gerhild Bitzer
Spielzeit: 39:27


Mascha Kaléko war eine deutschsprachige Lyrikerin des 20. Jahrhunderts, die vor allem durch ihre zeitlosen und einfühlsamen Gedichte bekannt geworden ist. Kalékos Werke zeichnen sich durch ihre persönlichen und oft auch melancholischen Themen aus, die jedoch stets auf eine sehr authentische und zugängliche Weise dargestellt werden.

Kaléko wurde 1907 in Polen geboren und wuchs in Berlin auf. Ihre Familie war jüdisch und sie selbst erlebte während der Nazi-Herrschaft in Deutschland die Verfolgung und Diskriminierung der Juden. Nachdem sie während des Zweiten Weltkriegs ins Exil nach New York geflohen war, kehrte sie später nach Deutschland zurück und verbrachte den Großteil ihres Lebens in Berlin.

Eines von Kalékos bekanntesten Werken ist der Gedichtband „Das Lyrische Stenogrammheft“, der erstmals 1933 veröffentlicht wurde. Die Gedichte in diesem Band sind sehr persönlich und spiegeln die Herausforderungen wider, die Kaléko während der turbulenten Zeit des aufkommenden Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkriegs erlebte. Die Gedichte sind oft sehr kurz und prägnant, und Kaléko gelingt es, eine starke emotionale Wirkung zu erzielen.

Ein weiteres bedeutendes Werk von Kaléko ist „Verse für Zeitgenossen“, das 1935 veröffentlicht wurde. Auch hier sind die Gedichte sehr persönlich und offenbaren die inneren Kämpfe und Ängste der Autorin. Viele der Gedichte handeln von der Suche nach Identität und Geborgenheit, sowie von der Angst vor Einsamkeit und Isolation. Insgesamt ist das Werk ein eindrucksvolles Zeugnis der Schwierigkeiten, die Kaléko während ihrer Lebenszeit bewältigen musste.

Ebenfalls erwähnenswert ist der Gedichtband „Das kleine Lesebuch für Große“, der erstmals 1937 veröffentlicht wurde. Hier präsentiert Kaléko eine Sammlung von Gedichten, die sich mit verschiedenen Aspekten des Lebens befassen, darunter Liebe, Verlust, Schmerz und Sehnsucht. Die Gedichte sind in einer klaren und zugänglichen Sprache verfasst und vermitteln oft ein Gefühl der Verletzlichkeit und Emotionalität.

Insgesamt lässt sich sagen, dass Mascha Kaléko mit ihrem literarischen Wirken einen bedeutenden Beitrag zur deutschsprachigen Lyrik geleistet hat. Ihre Gedichte sind zeitlos und universell, und sprechen auch heute noch viele Leserinnen und Leser an. Mit ihrer Authentizität und Emotionalität hat Kaléko eine besondere Nische in der deutschen Literaturgeschichte geschaffen, die auch in Zukunft von großer Bedeutung sein wird.